Neue Amphibienschutzflächen in Angeln

Aktion Kulturland schafft Lebensräume für Laubfrosch & Kammmolch

Von: Helge Neumann

05.08.2016

Die Stiftung Aktion Kulturland hat mit Unterstützung der Artenagentur in den Ortschaften Stausmark und Markerup in der Landschaft Angeln zwei weitere Naturschutzflächen eingerichtet. Um geeignete Laichgewässer und Landlebensräume für den Laubfrosch und den Kammmolch zu schaffen, wurden auf den beiden Flächen neue Kleingewässer und Knicks angelegt sowie Feldgehölze angepflanzt.

Auf der Fläche in Stausmark wurden bereits im letzten Herbst acht Kleingewässer gebaggert. Zusätzlich sind ein kleines Fließgewässer, zwei neue Knicks und standorttypische Feldgehölze entstanden. Die ehemalige Ackerfläche wurde mit einer artenreichen, blumenbunten Grünlandmischung eingesät, die nach ihrer erfolgreichen Etablierung nun zukünftig extensiv beweidet werden wird. Für die Tierbetreuung wird vor Ort eine Rindergilde gegründet.

Auf der neuen Naturschutzfläche in Markerup sind drei neue Amphibiengewässer entstanden. Aus dem Bodenaushub der Gewässeranlagen wurde ein Knick angelegt, der nun als Verbindungskorridor zwischen zwei angrenzenden Bauernwäldern dient. Die Biotop gestaltenden Maßnahmen werden mit der Errichtung eines Weidezauns in diesem Herbst abgeschlossen, ab dem Jahr 2017 wird die Grünlandfläche dann ebenfalls extensiv beweidet.

Die Flächensicherung und die Biotop gestaltenden Maßnahmen in Stausmark wurden durch Ausgleichsmittel der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Schleswig-Flensburg und die Stiftung Aktion Kulturland finanziert. Die Einrichtung der Naturschutzfläche in Markerup erfolgte im Rahmen des „Landesprogramms ländlicher Raum“ (LPLR) mit Mitteln der EU und des Landes Schleswig-Holstein.

Weitere Informationen zu den beiden Projekten gibt es hier (Stausmark) und hier (Markerup).

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Laubfrosch (Foto: Artenagentur)

Regio-Saatgutmischung mit Großem Klappertopf (Foto: Artenagentur)

Projektfläche in Stausmark mit neu angelegten Kleingewässern, Knicks und Feldgehölzen im Herbst 2015 (Foto: Bodo Nitsch)