Projektentwicklung

Artenhilfsprojekte werden durch die Artenagentur aufgrund der Vorgaben des Artenhilfsprogramms entsprechend der folgenden Reihenfolge bearbeitet:

1. Projekte zu

  • Europäischen Vogelarten, die sich gemäß der Angaben im Artenhilfsprogramm oder gemäß aktueller Erkenntnisse in einem ungünstigen Erhaltungszustand befinden und nicht mit mindestens 50 % ihres reproduktiven Bestandes auf Flächen des Naturschutzes siedeln (Definition "Flächen des Naturschutzes" siehe Artenhilfsprogramm). Im Rahmen der Herleitung des Artenhilfsprogramms Schleswig-Holstein wurden von Seiten des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume 28 Vogelarten ermittelt, für die nach den oben genannten Kriterien vorrangig geeignete Maßnahmen ergriffen werden müssen. Es handelt sich um folgende Arten siehe Tabelle 1;

  • Arten des Anhangs II, IV und V der FFH-Richtlinie, die sich gemäß der Angaben im Artenhilfsprogramm in einem ungünstigen Erhaltungszustand befinden und nicht mit mindestens 50 % ihres reproduktiven Bestands auf Flächen des Naturschutzes siedeln. Für den Großteil der Arten des Anhangs IV liegt bisher aufgrund des ersten Durchgangs des Natura 2000-Monitorings lediglich eine Grunddatenerhebung vor. Da hierdurch für viele Arten noch keine abgesicherten Aussagen zum Erhaltungszustand gemacht werden können, berücksichtigt das Artenhilfsprogramm zunächst alle in Frage kommenden Anhangsarten siehe Tabelle 2.

2. Projekte zu

  • Europäischen Vogelarten, die sich gemäß der Angaben im Artenhilfsprogramm oder aktueller Erkenntnisse in einem ungünstigen Erhaltungszustand befinden und mit mindestens 50 % ihres reproduktiven Bestandes auf Flächen des Naturschutzes siedeln;
  • Tierarten des Anhangs II, IV und V der FFH-Richtlinie, die sich gemäß der Angaben im Artenhilfsprogramm in einem ungünstigen Erhaltungszustand befinden und mit mindestens 50 % ihres reproduktiven Bestands auf Flächen des Naturschutzes siedeln.

3. Projekte zu

  • Pflanzenarten, die in der so genannten „20er Liste“ der DVL-Artenagentur aufgelistet sind, die mit dem MELUR bzw. LLUR abgestimmt wurde. Die Auswahl der Arten zeigt die folgende Übersicht siehe Tabelle 3;
  • weiteren Arten, sofern für diese ebenfalls mit dem MELUR bzw. LLUR abgestimmte Prioritäten-Listen erstellt wurden;
  • Biodiversitätsprojekten, die zu einer deutlichen Erhöhung der Artenvielfalt auf den Projektflächen führen.

Die Bearbeitung von Projekten, die nicht unter die genannten drei Punkte fallen, bedarf der direkten Absprache mit dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume.

Laubfrosch (Foto: Artenagentur)
Laubfrosch (Foto: Artenagentur)
Ganzjahresweide (Foto: Artenagentur)
Ganzjahresweide (Foto: Artenagentur)
Zauneidechse (Foto: Artenagentur)
Zauneidechse (Foto: Artenagentur)
Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. - Artenagentur Schleswig-Holstein
Hamburger Chaussee 25 · 24220 Flintbek
Tel.: +49 (0)4347 - 9093884 · Internet: artenagentur-sh.lpv.de