Entwicklung einer Naturschutzfläche an der Hüttener Au

Ansprechpartner Artenagentur: Helge Neumann

Projektziele

Im Rahmen des Projektes wurden ehemals intensiv konventionell genutzte Acker- und Grünlandflächen an der Hüttener Au (Kreis Rendsburg-Eckernförde) in eine standortgerechte extensive Weide- und Ackernutzung überführt. Zusätzlich wurden Biotop gestaltende Maßnahmen durchgeführt. Die Projektmaßnahmen haben zum Ziel, die Bestände der u. g. Zielarten zu fördern. Das Projekt dient in Teilbereichen gleichzeitig der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie.

Zielarten

„Natura 2000-Status“, Gefährdung S.-H., Priorität Artenhilfsprogramm

  • Kiebitz: Rote Liste S.-H.: 3, Priorität: 1
  • Feldlerche: Rote Liste S.-H.: 3, Priorität: 1
  • Wiesenpieper: Rote Liste S.-H.: V, Priorität: 1
  • Braunkehlchen: Rote Liste S.-H.: 3, Priorität: 1
  • Neuntöter: EU-Vogelschutzrichtlinie: Anhang I, Rote Liste S.-H.: V, Priorität: 1
  • Knoblauchkröte: FFH-Richtlinie: Anhang IV, Rote Liste S.-H.: 3, Priorität: 1
  • Laubfrosch: FFH-Richtlinie: Anhang IV, Rote Liste S.-H.: 3, Priorität: 2

Beitrag zu Natura 2000-Verpflichtungen

Das Projektgebiet liegt nicht innerhalb der Natura 2000-Kullisse. Die Biotop gestaltenden Maßnahmen sowie die extensive landwirtschaftliche Flächennutzung dienen der Bestandsförderung der o. g. Natura 2000-Arten.

Maßnahmen

Der Projektträger hat die o. g. Flächen für die Umsetzung der Maßnahmen erworben, wobei Teilflächen aus EU-, Landes- und Eigenmitteln finanziert wurden. Die Nutzung der Weide- und Ackerfläche erfolgt unter Einhaltung bestimmter Naturschutzauflagen durch Landwirte aus der Region. Als Biotop gestaltende Maßnahmen wurden im September 2010 ein Kleingewässer sowie einer größere Staufläche geschaffen. Im Rahmen der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie wurde parallel das Fließbett der angrenzenden Au wieder in seinen ursprünglichen Lauf verlegt (Projektträger: Wasser- und Bodenverband Hüttener Au). Um die Naturschutzfläche weiter für Amphibien aufzuwerten, wurde ein Folgeantrag für die Anlage von zwei weiteren Kleingewässern gestellt. Die Maßnahmenumsetzung erfolgte nach Abschluss der behördlichen Genehmigungsverfahren im September 2014.

Projektbeiträge der Artenagentur

Die Artenagentur war in Kooperation mit der DVL-Landeskoordination an der Projektakquise, Projektentwicklung und Bauleitung beteiligt. Das weitere Projektmanagement wird von der Artenagentur begleitet werden.

Status der Projektbearbeitung

Nach dem Ankauf der Projektfläche wurden die Biotop gestaltenden Maßnahmen im September 2010 und 2014 (Folgeantrag, siehe oben) abgeschlossen. Das Projekt befindet sich seitdem in der Umsetzungsphase, die weiterhin von der Artenagentur begleitet wird. 

Kooperationspartner

  • Wasser- und Bodenverband Hüttener Au
  • Naturparkverein Hüttener Berge
  • Verein zur Förderung des Umweltschutzes und der Landschaftspflege im Raume des Naturparks Hüttener Berge e.V.
  • Gemeinde Hütten
  • Bunde Wischen e. V. (Beweidung)
Blick auf die neu geschaffene Staufläche an der Hüttener Au (Foto: Artenagentur)
Blick auf die neu geschaffene Staufläche an der Hüttener Au (Foto: Artenagentur)
Weidetiere an der Staufläche (Foto: Artenagentur)
Weidetiere an der Staufläche (Foto: Artenagentur)
Flächenbegehung im September 2010 (Foto: Artenagentur)
Flächenbegehung im September 2010 (Foto: Artenagentur)
Laubfrosch (Foto: Artenagentur)
Laubfrosch (Foto: Artenagentur)
Kiebitz (Foto: Artenagentur)
Kiebitz (Foto: Artenagentur)
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