Artenhilfsprojekt Efeublättriger Hahnenfuß
Ranunculus hederaceus L.
Im Rahmen des Projektes soll der Efeublättrige Hahnenfuß (Ranunculus hederaceus) an ausgewählten Stellen in der Windberger Niederung im Kreis Dithmarschen in den ursprünglichen Verbreitungsgebieten Schleswig-Holsteins wiederangesiedelt werden. Hierfür werden geeignete Graben- und Quellbiotope für die Art optimiert bzw. neu geschaffen.
Zielarten
„Natura 2000-Status“, Gefährdung S.-H., Priorität Artenhilfsprogramm
Efeublättriger Hahnenfuß: Rote Liste S.-H.: 1, Priorität: 3
Ziel der Maßnahmen, Beitrag zu Natura 2000-Verpflichtungen
Erhalt einer von Aussterben bedrohten, typischen Art von Geesthang-Quellbiotopen und extensiver Grabenbiotope im FFH-Gebiet DE-1920-301, Windberger Niederung.
Maßnahmen
In zunächst vier Gebieten in der Windberger Niederung werden Gewässer neu geschaffen (Flachgewässer) bzw. optimiert (Grabenaufweitungen) und mit nachgezogenen Pflanzen des Efeublättrigen Hahnenfußes besetzt. Die Maßnahmen werden auf Flächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein durchgeführt, da so eine langfristige Betreuung und Maßnahmenumsetzung sichergestellt ist.
Projektbeiträge der Artenagentur
Die Artenagentur hat das Projekt in Kooperation mit dem LLUR, der Stiftung Naturschutz und dem Bündnis Naturschutz in Dithmarschen e.V. initiiert und hat bei der Projektbeantragung unterstützt. Die Artenagentur ist zudem in die Maßnahmenumsetzung eingebunden.
Stand der Projektbearbeitung
Zur Projektvorbereitung wurden in den Frühjahrs- und Sommermonaten 2010 drei Vor-Ort-Termine durchgeführt. Im Sommer 2010 wurde von Herrn Hans-Jürgen Meints (Meldorf) eine Kartierung der noch verbliebenen R. hederaceus-Vorkommen im südlichen Kreis Dithmarschen durchgeführt. Von den ehemals seit den Jahren vor 1965 erfassten 41 Vorkommen konnten nur noch 6 wiedergefunden werden. Begehungen der Windberger Niederung ergaben, dass zum einen die ehemals hier vorkommenden Standorte erloschen sind, zum anderen zur Wiederansiedlung bestehende Grabenbiotope optimiert werden müssen (Uferabflachungen, ggf. Einbeziehung in Beweidung) bzw. Biotope neu angelegt werden müssen. Im September 2010 wurden Pflanzenteile zum Aufbau einer Mutterpflanzenkultur gewonnen, um Pflanzmaterial für weitere Projektschritte zur Verfügung zu haben. Auf Basis der umfangreichen Vorarbeiten wurde ein Förderantrag gestellt, der im Frühjahr 2011 bewilligt wurde. Im August 2011 wurde mit der Maßnahmenumsetzung (siehe oben) begonnen.
Projektträger
Kooperationspartner
Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR)
Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Hans-Jürgen Meints (Meldorf)






