Integrierte Projekte (Flora & Fauna)

Umsetzung von Artenhilfsmaßnahmen auf dem Biohof Schoolbek

Auf dem Biohof Schoolbek an der Schlei wird seit dem Jahr 2009 ein langjähriges Artenhilfsprojekt durchgeführt. Auf ausgewählten Acker- und Grünlandflächen des Betriebes werden Bewirtschaftungsvorgaben eingehalten, um die Bestände von Feld- und Wiesenvögeln sowie die Ackerbegleitflora zu erhalten und zu fördern.

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Beweidung des Strandsees bei Grünberg/Schwartbuck

Im Westen der Ortschaft Grünberg an der Ostseeküste ist im Jahr 1997/98 ein Strandsee entstanden. Während das Gewässer in den ersten Jahren nach seiner Entstehung einen sehr offenen Charakter aufwies und beispielsweise Brutplatz des Rotschenkels war, sind die Randbereiche des Gewässers insbesondere in den letzten Jahren stark zugewachsen, so dass Charakterarten offener Standorte zunehmend keine geeigneten Habitatbedingungen mehr vorfinden. Um den offenen Charakter des Gebietes für die u. g. Zielarten zu erhalten bzw. wiederherzustellen, wurde im November 2009 damit begonnen, die Randbereiche des Strandsees unter Einhaltung bestimmter Nutzungsauflagen mit Rindern zu beweiden. Das Projekt dient den Erhaltungszielen des EU-Vogelschutzgebietes „Östliche Kieler Bucht“ (1530-491) sowie des FFH-Gebietes „Küstenlandschaft Bottsand – Marzkamp und vorgelagerte Flachgründe“ (1528-391).

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Entwicklung des Betriebsgelände AWR für Belange des Artenschutzes

Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Rendsburg-Eckernförde mbH (AWR) beabsichtigt im Rahmen ihres Abfallrecyclingsunternehmens Umweltbildungsmaßnahmen durchzuführen, in die auch Naturschutzbelange einfließen sollen. Es ist geplant, auf dem ca. 4,2 ha großen Betriebsgelände etwas über 1 ha Fläche für Naturschutzmaßnahmen zur Verfügung zu stellen. Das Betriebsgelände weist bereits eine große Anzahl an gefährdeten Pflanzenarten auf. Hierbei handelt es sich sowohl um Ruderal- und Segetalarten als auch um Arten des mageren bis feuchten Grünlands. Der Artenbestand soll möglichst mittel- bis langfristig auf dem Betriebsgelände gesichert werden.

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Vogelschutzgebiet Langenlehsten

Das Projekt dient den Erhaltungszielen des EU-Vogelschutzgebietes „Langenlehsten“ (2530-421). Ausgewählte Acker- und Grünlandflächen des Vogelschutzgebietes wurden Ende 2009 langjährig von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein angepachtet, um die Flächen entsprechend der Natura 2000-Erhaltungsziele bzw. der Ansprüche der Zielarten bewirtschaften zu können.

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Pilotprojekt Entwicklung artenreicher Grün- und Offenlandlebensräume in Schleswig-Holstein

Für den Erhalt der biologischen Vielfalt ist es ein generelles Problem, dass sich Offenlandbiotope trotz intensiver Pflege in überschaubaren Zeiträumen nicht zu artenreichen Lebensräumen entwickeln. Samen von Wiesenarten überleben zumeist nur ein bis drei Jahre im Boden. Eine Einwanderung ist nur dann möglich, wenn die Distanzen zu den nächsten Vorkommen klein und Wanderkorridore vorhanden sind. Dies ist in Schleswig-Holstein in den überwiegenden Landesteilen nicht der Fall. Damit artenreiche Bestände entstehen können, müssen Pflanzenarten gezielt durch Saat-, Mahdgut und Sodenübertragung eingebracht werden.

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Erfolgskontrolle Programm "Ackerlebensräume"

Das Land Schleswig-Holstein hat im Jahr 2010 ein neues Vertragsnaturschutzprogramm "Ackerlebensräume" aufgelegt. Um zu überprüfen, welchen Beitrag das Programm zur Umsetzung der Landesziele im Arten- und Biodiversitätsschutz leistet, hat die Artenagentur im Jahr 2011 eine umfangreiche Erfolgskontrolle durchgeführt.

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Anlage einer arteneichen Pferdewiese in Winnemark

Pferdehaltende Betriebe können für den Natur- und Artenschutz von besonderer Bedeutung sein, da Pferde auf eine vergleichsweise rohfaserreiche Futtergrundlage angewiesen sind. Hierdurch können in der Pferdehaltung auch Aufwüchse extensiv genutzter und artenreicher Grünlandbestände verwertet werden. Um ein Praxisbeispiel für die aktive Kooperation zwischen Pferdehaltung und Artenschutz zu schaffen, wurde auf einer ehemaligen Ackerfläche in Winnemark eine artenreiche Mähwiese/-weide angelegt.

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Potenzialanalyse Kurzrasenweide

Die Futtergrundlage in der Milcherzeugung hat sich in Schleswig-Holstein wie bundesweit in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. Die Weidehaltung des Milchviehs wurde zunehmend durch Stallhaltung mit Fütterung von Gras- und Maissilage sowie Kraftfuttermitteln ersetzt. Der Verlust an Weidegrünland wird nicht nur im Hinblick auf den Klimaschutz, sondern auch aus Artenschutzsicht kritisch gesehen. Im Jahr 2012 wurde in einem Gutachten abgeschätzt, ob und unter welchen Bedingungen das System der „Kurzrasenweide“ in Schleswig-Holstein ein Lösungsansatz für die geschilderte Problematik darstellen kann.

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Greening für Bienen

In dem einjährigen Pilotprojekt wird erprobt, wie das Nahrungsangebot für Honigbienen sowie weitere Blüten besuchende Insekten durch eine örtliche Kooperation zwischen Imkern und Landwirten verbessert werden kann. Hauptbestandteil des Projektes ist die gezielte Anlage von kleinen Blühparzellen und -streifen auf Ackerflächen.

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Erprobung und Evaluierung eines Bewertungsverfahrens für einzelbetriebliche Biodiversitätsleistungen in der Landwirtschaft

Im Rahmen des Pilotprojektes KOLK wurden im Jahr 2011 die Grundzüge eines Schnellverfahrens entwickelt, durch das im Rahmen der Naturschutzberatung landwirtschaftlicher Betriebe anhand ausgewählter Indikatoren die einzelbetriebliche Bedeutung für wild lebende Pflanzen und Tiere ermittelt wird. Das Bewertungsverfahren wurde in einem separaten Projekt in den Jahren 2012 und 2013 durch die Erfassung von Freilandindikatoren im Hinblick auf seine landesweite Eignung evaluiert und weiterentwickelt.

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Blühacker Gaushorn

In dem Pilotprojekt werden auf einem typischen Geeststandort in Dithmarschen unterschiedliche Blühmischungen im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Artenvielfalt sowie auch ihre praktische Umsetzbarkeit erprobt. Die Projektfläche dient zudem der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, um in der lokalen und regionalen Bevölkerung ein Bewusstsein für die Problematik der „Blütenarmut“ in der Agrarlandschaft zu wecken und mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen.

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Naturschutzberatung landwirtschaftlicher Betriebe im Naturpark Aukrug

Im Rahmen des Pilotprojektes KOLK wurde ein Schnellverfahren entwickelt, um die Biodiversitätsleistungen einzelner landwirtschaftlicher Betriebe zu bewerten. Das Verfahren wurde im Jahr 2013 im Naturpark Aukrug erstmals im Rahmen gesamtbetrieblicher Naturschutzberatungen in Kombination mit dem Angebotskatalog "Aukruger Weg" angewendet und erprobt.

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Pilotprojekt Feuchtwiesenschutz Gut Stegen

In Feuchtwiesen auf dem Gut Stegen wird in den Jahren 2014-2018 erprobt, wie die Bestände noch vorhandener charakteristischer Pflanzenarten der „Flachland-Mähwiesen“ sowie Zielarten aus der Gruppe der Wiesenvögel durch eine angepasste Bewirtschaftung sowie temporäre Regulierungen des Wasserstandes erhalten und gefördert werden können.

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Einrichtung einer Naturschutzfläche in Stausmark

In der Ortschaft Stausmark in der Landschaft Angeln wurden auf einer ehemaligen Ackerfläche neue Laichgewässer geschaffen, um die regionalen Populationen des Laubfrosches und Kammmolches zu fördern. Durch Gehölzanpflanzungen in Kombination mit der Einrichtung einer Extensivbeweidung entstehen zusätzlich geeignete Sommerlebensräume für Amphibien. Gleichzeitig wird die Fläche für den Neuntöter und weitere Knickvögel aufgewertet.

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Pilotprojekt Bewertung und Honorierung Gemeinwolleistungen landwirtschaftlicher Betriebe

Der DVL Schleswig-Holstein hat einen Vorschlag erarbeitet, wie die EU-Agrarpolitik zukünftig konsequent gemäß der Zielsetzung „öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“ umgesetzt werden könnte. Kerninhalt des Vorschlags ist es, die Gemeinwohlleistungen einzelner landwirtschaftlicher Betriebe anhand von Angaben zur Flächenbewirtschaftung zu bewerten und darauf basierend zu honorieren („Gemeinwohlprämie“). Um die Praktikabilität und mögliche finanzielle betriebliche Auswirkungen des Vorschlags zu überprüfen, wurde das Modell der „Gemeinwohlprämie“ anhand der Daten ausgewählter Praxisbetriebe in Schleswig-Holstein überprüft.

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Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. - Artenagentur Schleswig-Holstein
Hamburger Chaussee 25 · 24220 Flintbek
Tel.: +49 (0)4347 - 9093884 · Internet: artenagentur-sh.lpv.de