Einrichtung einer Naturschutzfläche in Stausmark

Ansprechpartner: Helge Neumann

Projektziele

Die Projektfläche liegt in der Ortschaft Stausmark in der Landschaft Angeln und wurde bis zum Jahr 2014 intensiv als Acker genutzt. Um die regionalen Populationen des Laubfrosches und Kammmolches zu fördern, wurden auf der Projektfläche neue Laichgewässer geschaffen. Durch Gehölzanpflanzungen in Kombination mit der Einrichtung einer Extensivbeweidung entstehen zusätzlich geeignete Sommerlebensräume für Amphibien. Gleichzeitig wird die Fläche für den Neuntöter und weitere Knickvögel aufgewertet.

Zielarten

„Natura 2000-Status“, Gefährdung S.-H., Priorität Artenhilfsprogramm

  • Neuntöter: EU-Vogelschutzrichtlinie: Anhang I, Rote Liste S.-H.: V, Priorität: 1
  • Laubfrosch: FFH-Richtlinie: Anhang IV, Rote Liste S.-H.: 3, Priorität: 2
  • Kammmolch: FFH-Richtlinie: Anhang IV, Rote Liste S.-H.: V, Priorität: 2

Beitrag zu Natura 2000-Verpflichtungen

Das Projektgebiet grenzt unmittelbar an das FFH-Gebiet „Wald südlich Holzkoppel“, das Bestandteil einer Kernzone des landesweiten Biotopverbundsystems ist. Die Projektfläche wurde in den aktuellen Entwurf des Natura 2000-Managementplans als „Pufferfläche“ für das FFH-Gebiet aufgenommen.

Maßnahmen

Die Ackerfläche wurde für die Projektumsetzung mit Ausgleichsmitteln der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Schleswig-Flensburg erworben. Der Projektträger konnte mit Eigenmitteln zwei kleine angrenzende Teilflächen erwerben, die in das Nutzungskonzept einbezogen werden. Auf der Fläche wurden insgesamt acht Kleingewässer angelegt. Um geeignete Land- und Sommerlebensräume für den Laubfrosch zu schaffen, wurde die Fläche mit einer geeigneten Regiosaat-Grünlandmischung angesät. Zusätzlich wurden neue Knicks angelegt und in den Randbereichen Feldgehölze angepflanzt. Nach der Etablierung der Grünlandnarbe wird die Fläche extensiv beweidet werden. Die Biotop gestaltenden Maßnahmen wurden ebenfalls durch den Kreis finanziert.

Projektbeiträge der Artenagentur

Das Projekt wurde durch die Integrierte Station Geltinger Birk initiiert. Die Artenagentur hat sich zusammen mit der Integrierten Station und dem Projektträger an der Projektkonzeption beteiligt und die Vorbereitung der Anträge (Flächensicherung, Biotop gestaltende Maßnahmen) übernommen.

Status der Projektbearbeitung

Der Ankauf der Projektfläche erfolgte im Jahr 2014. Die Biotop gestaltenden Maßnahmen wurden im Herbst 2015 abgeschlossen. Nach Etablierung der Grünlandnarbe wird voraussichtlich im Jahr 2017 mit der Beweidung begonnen werden.

Kooperationspartner

Laubfrosch (Foto: Artenagentur)
Neu angelegtes Kleingewässer (Foto: Artenagentur)
Kammmolch (Foto: Artenagentur)
Großer Klappertopf (Foto: Artenagentur)
Projektfläche im Herbst 2015 nach Umsetzung der Biotop gestaltenden Maßnahmen (Foto: Bodo Nitsch)
Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. - Artenagentur Schleswig-Holstein
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