Vogelschutzgebiet Langenlehsten

Ansprechpartner Artenagentur: Helge Neumann

Projektziele

Das Projekt dient den Erhaltungszielen des EU-Vogelschutzgebietes „Langenlehsten“ (2530-421). Ausgewählte Acker- und Grünlandflächen des Vogelschutzgebietes wurden Ende 2009 langjährig durch die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein angepachtet, um die Flächen entsprechend der Natura 2000-Erhaltungsziele bzw. der Ansprüche der u. g. Zielarten bewirtschaften zu können.

Zielarten

„Natura 2000-Status“, Gefährdung S.-H., Priorität Artenhilfsprogramm

  • Rebhuhn: Rote Liste S.-H.: V, Priorität: 1
  • Wachtel: Rote Liste S.-H.: 3, Priorität: 1
  • Wachtelkönig: EU-Vogelschutzrichtlinie: Anhang I, Rote Liste S.-H.: 1, Priorität: 1
  • Kiebitz: Rote Liste S.-H.: 3, Priorität: 1
  • Heidelerche: EU-Vogelschutzrichtlinie: Anhang I, Rote Liste S.-H.: 3, Priorität: 1
  • Feldlerche: Rote Liste S.-H.: 3, Priorität: 1
  • Wiesenpieper: Rote Liste S.-H.: V, Priorität: 1
  • Braunkehlchen: Rote Liste S.-H.: 3, Priorität: 1
  • Neuntöter: EU-Vogelschutzrichtlinie: Anhang I, Rote Liste S.-H.: V, Priorität: 1
  • Grauammer: Rote Liste S.-H.: 2, Priorität: 1
  • Ortolan: EU-Vogelschutzrichtlinie: Anhang I, Rote Liste S.-H.: 2, Priorität: 2
  • Wiesenweihe: EU-Vogelschutzrichtlinie: Anhang I, Rote Liste S.-H.: 2, Priorität: 1
  • Lämmersalat: Rote Liste S.-H.: 1, Priorität: 3

Beitrag zu Natura 2000-Verpflichtungen

Das Projektgebiet ist Bestandteil des EU-Vogelschutzgebietes „Langenlehsten“ (2530-421). Die Nutzungsauflagen für die Acker- und Grünlandflächen dienen unmittelbar den Natura 2000-Erhaltungszielen und sind mit der Managementplanung abgestimmt.

Maßnahmen

Die Projektflächen wurden für die Umsetzung des Bewirtschaftungskonzeptes langfristig mit finanzieller Unterstützung des MLUR durch den Projektträger gepachtet. Die Bewirtschaftung der Acker- und Grünlandflächen erfolgt durch zwei lokale Landwirte. Auf den Ackerflächen sind verschiedene Nutzungsauflagen einzuhalten, die sich an den Richtlinien des Ökologischen Landbaus orientieren, jedoch aufgesattelt weitere Maßnahmen beinhalten (u.a. Verzicht auf mechanische Pflegemaßnahmen, Vorgaben zur Fruchfolgegestaltung und Fruchtartenverteilung, Anlage von Brachestreifen mit Selbstbegrünung). Die Grünlandflächen werden extensiv als Wiese oder Weide genutzt.

Projektbeiträge der Artenagentur

Die Artenagentur war in Kooperation mit der Stiftung Naturschutz an der Erstellung des Bewirtschaftungskonzeptes sowie der Auswahl geeigneter Pächter beteiligt. Die Artenagentur ist zudem in die Projektkoordination vor Ort eingebunden.

Status der Projektbearbeitung

Das Projekt befindet sich in der Umsetzungsphase. Im Anschluss an die Konzepterstellung wurde im Oktober 2009 in einem Bieterverfahren je ein (Unter-) Pächter für die Acker- und Grünlandflächen gefunden. Seit dem Jahr 2010 werden die Flächen konzeptgemäß bewirtschaftet.

Auf den Ackerflächen haben sich im Zuge der Nutzungsumstellung zahlreiche gefährdete Ackerwildpflanzen eingestellt. Die Flächen wurden deshalb im Jahr 2011 in das bundesweite Gebietsnetz des Projektes "100 Äcker für die Vielfalt" aufgenommen.

Feuchtgrünland (Foto: Artenagentur)
Feuchtgrünland (Foto: Artenagentur)
Brachstreifen mit Selbstbegrünung (Foto: Artenagentur)
Brachstreifen mit Selbstbegrünung (Foto: Artenagentur)
Lämmersalat (Foto: Artenagentur)
Lämmersalat (Foto: Artenagentur)
Feldlerche (Foto: Artenagentur)
Feldlerche (Foto: Artenagentur)
Kleinräumige Schlagaufteilung (Foto: Artenagentur)
Kleinräumige Schlagaufteilung (Foto: Artenagentur)
Blick über die Ackerflächen (Foto: Artenagentur)
Blick über die Ackerflächen (Foto: Artenagentur)
Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. - Artenagentur Schleswig-Holstein
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